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Zum Jahresschluss

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Liebe Leser ,

das Jahr 2012 neigt sich dem Ende, viele freuen sich auf die Silversterfeiern oder hoffen auf ein besseres neues Jahr. Aber auch den Blick zurück sollte man in diesen Tagen nicht vergessen. So kann man auf negative Ereignisse zurückblicken, aus denen man eventuell für die Zukunft lernen kann, aber mit Sicherheit gibt es auch schöne und positive Ereignisse auf die man Rückblicken kann. Das Feuerwehrjahr prägt uns durch viele Ereignisse auf die ich hier kurz eingehen möchte:

Notfallseelsorge in Not
Wenn Helfer Hilfe brauchen dann ist die Notfallseelsorge da. Nach belastenden Einsätzen sind die ehrenamtlichen Kräfte da und stehen als Gesprächspartner und Ansprechpartner zur Verfügung. Aber auch von Schicksalsschlägen betroffenen Menschen stehen Sie zur Verfügung. Nun ist die Notfallseelsorge selbst in Not und benötigt dringend neue Helfer, welche das Team ergänzen. Erste Infoveranstaltungen sollen gut besucht gewesen sein und bringen hoffentlich bald die notwendige Verstärkung.

Nachwuchs gesucht – Ausrüstung vorhanden
Immer mehr Feuerwehren haben Nachwuchsmangel und suchen dringend Verstärkung. In vielen Verbandsgemeinden sind die Mitgliederzahlen rückläufig, teilweise gehen Mitglieder in der Stärke einer Ortswehr verloren. Dass der Bestand der Ortswehren nicht am Geld scheitern wird, zeigt die Tatsache, daß sich in vielen Orten im vergangenen Jahr die Wehren über neue Fahrzeuge freuen konnten. Nicht das Geld wird fehlen, die Menschen werden zur Mangel-“ware“.
Es sind nun innovative Konzepte gefragt, wie man wieder mehr Menschen am Feuerwehrdienst begeistern kann. Viele Einheiten bemühen sich, für sich Imagearbeit und Mitgliederwerbung zu betreiben, aber ist dies wirklich die Aufgabe der Wehren selbst? Sollten nicht die öffentlichen Träger der Feuerwehren, das Land die Kreise und Verbandsgemeinden hier tätig werden?  Müssen nicht die Rahmenbedingungen an die heutigen Zeiten angepasst werden? Hierzu möchte ich gerne die Ausbildung der Feuerwehrleute ansprechen, hier gibt es Bedarf auf flexiblere Arbeitszeiten der Kameradinnen und Kameraden und veränderte Anforderungen an Taktik und Technik Rechnung zu tragen. Die Fahrzeuggenerationen stellen sich bereits auf die weniger zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte ein, daher werden auch wir uns auf den Personalmangel einstellen müssen. Angefangen von Alarmgemeinschaften bis hin zur Zusammenlegungen von Einheiten, werden wir einiges erleben.

Auch den Bürgern sollte die Arbeit der Feuerwehr wichtig sein, wer nicht mitmachen kann, kann den Fördervereinen beitreten oder einfach mal  DANKE sagen. Leider erhalten die ehrenamtlichen Helfer eher selten ein „Dankeschön“ ausgedrückt nach einem Einsatz. Manchmal sind es jedoch die kleinen Dinge, die viel ausmachen.

Einsätze werden immer vielfältiger
Die Feuerwehrarbeit besteht nicht mehr nur aus Brandeinsätzen. Das Aufgabenspektrum wird immer vielfältiger. Schiffsunfälle, Gefahrgutunfälle, Absturz von Kleinflugzeugen,  Explosive Gemische in Kanalisationen, Türöffnungen mit hilflosen Personen, Unfälle mit Personenschaden.  Hierfür müssen die Einsatzkräfte ausgebildet sein, jedoch ganz vorbereitet kann man nie sein. Dafür ist das Spektrum ein Einsatzszenarien zu groß geworden.
So werden die Kräfte unsere Hilfsorganisationen immer wieder vor schwierige Aufgaben gestellt, wie jetzt zum Jahresschluss in Lahnstein. Die persönliche Betroffenheit ist groß und das Einsatzgeschehen ist nur schwer zu verarbeiten. Wenn man einem Menschen helfen kann, dann ist es ein gutes Gefühl, wenn man jedoch einfach nicht helfen kann, dann ist es ein belastendes Erlebnis.
Hinzu kommt auch noch, daß Feuerwehrleute selbst in Gefahr geraten. Dennoch stehen die freiwilligen Helfer aller Organisationen in unserem Kreis gerne parat um anderen in Not zu helfen. Hierfür gebührt allen ein herzlicher Dank.

Kreisfeuerwehrverband löst sich vom Landesverband
Der Kreisfeuerwehrverband hat sich durch ein eindeutiges Votum seiner Mitgliederversammlung zum Austritt aus dem Landesfeuerwehrverband entschlossen. In den Medien wurde dieser Schritt heiß diskutiert, während die Delegiertenversammlung des KFV ruhig und ohne große Diskussionen zu diesem Thema ablief.
Zwischenzeitlich konnte der Kreisfeuerwehrverband für seine Mitgliedsfeuerwehren und Verein den notwendigen Versicherungsschutz in trockene Tücher bringen. An den zukünftigen Strukturen für den Verband wird derzeit gearbeitet damit das Motto „Stark für unsere Feuerwehren“ Bestand hat. Gut eine Verband zu haben, der nicht einfach Gegebenheiten hinnimmt, sondern die Stimme erhebt und auch gfs. konsequent handelt.

Vielen Dank / Hilfe gesucht
Ich bedanke mich bei allen die rheinlahn.de mit Text und Bildeinsendung unterstützt haben, oder eine Einsatzmeldung abgeschickt haben. Mit Stefan Jurgahn habe ich einen Partner gefunden, der insbesondere durch Fachbeiträge unsere Feuerwehrseite bereichert. Dennoch suchen wir noch weitere Unterstützer, damit  rheinlahn.de weiterhin uns Feuerwehrleuten zur Verfügung steht. Gerade durch die Veränderungen im KFV kommen derzeit viele zusätzliche Aufgaben auf mich zu, da könnte ich dringend Unterstützung bei der Arbeit an unserer Feuerwehrseite gebrauchen. Wer Interesse hat meldet sich bitte bei mir.

Zum Abschluss wünsche ich allen Einsatzkräften im Rhein-Lahn Kreis einen ruhigen Jahreswechsel ohne Einsätze. Lasst uns an die Denken welche im vergangenen Jahr bei Einsatzfällen betroffen waren, zu Schaden kamen oder Angehörige verloren haben. Denken wir auch an verstorbene Kameraden, welche nicht mehr unter uns sein können.

Seien wir dankbar für das wir im Rahmen unseres Ehrenamtes auch positives und schönes erleben konnten. Kameradschaft und Zusammenhalt sind die Dinge die unsere Arbeit in den Wehren schön macht, Anderen helfen zu können ist das was unsere Arbeit so sinnvoll macht.

Für das neue Jahr wünsche ich euch allen zusammen mit eurem Familien viel Glück und Gesundheit.

Euer Michael Dexheimer
admin

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