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Worte richtig getroffen

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Die heutige Ausgabe der Rhein-Lahn Zeitung befasst sich auf der Rhein-Lahn Seite mit einem Kommentar zur Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren. Ich finde die Worte sind gut getroffen:

Wochennachlese Feuerwehrleute verdienen höchste Anerkennung

Von unserem Redakteur Hans Georg Egenolf

Was für eine Woche für die Feuerwehrleute aus der Region. Zwei Großeinsätze innerhalb weniger Tage haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, in möglichst vielen Gemeinden die Einheiten zu erhalten, zu stärken, zu stützen und – vor allem –

gut auszubilden und auszurüsten. 

Kooperation klappt

Der Brand des Gemeindehauses in Freiendiez und wenige Tage zuvor das Feuer im Diez-Limburger Industriegebiet haben zudem offenbart, dass Kooperation auch über Verbandsgemeinde- und sogar Landesgrenzen unabdingbar ist, um solch extremen Lagen angemessen begegnen zu können. Am Samstag haben die Limburger die Diezer zu Hilfe gerufen, als die Flammen auf dem Gelände der Spedition Obel meterhoch in den Himmel loderten, schon drei Tage später konnten sich die Feuerwehrleute aus der Domstadt revanchieren, als sie mit ihrer kleinen Drehleiter in Freiendiez anrückten und mithalfen, Schlimmeres zu verhindern. Auch innerhalb des Rhein-Lahn-Kreises funktioniert die Zusammenarbeit und Alarmierungskette: Als die Atemschutzausrüstungen bei dem mehrstündigen Einsatz in Freiendiez knapp wurden, sprang die Bad Emser Wehr ein und lieferte Nachschub.

Fit im Feuereinsatz

Der Einsatz in Freiendiez hat zudem einmal mehr deutlich gemacht, welch große Herausforderung die Arbeit bei der Feuerwehr sein kann. Gut ausgebildet müssen die Frauen und Männer sein, aber auch körperlich fit, um bei sommerlichen Temperaturen in voller Schutzkleidung und mit Atemschutzmaske und Sauerstoffflasche gegen einen tückischen Brand wie diesen – buchstäblich – anzukämpfen. Wenn das Wort Ehrenamt zutreffend ist, dann ganz sicher bei den Aktiven der Feuerwehr!

Miese Masche

Umso mehr bringt es mich vor diesem Hintergrund auf die Palme, wenn – wie am vergangenen Wochenende – jemand sich einen üblen „Scherz“ erlaubt, einen Brand erfindet und so an einem frühen Samstagmorgen einen Feuerwehr- und Polizeieinsatz mit fast 50 Leuten auslöst. Ich kann nur hoffen, dass es gelingt, den Anrufer zu ermitteln, damit es für ihn ein richtig teurer „Spaß“ wird. Außerdem schlage ich jede Menge Sozialstunden vor; der „Spaßvogel“ sollte lernen, was es heißt, wenn es ernst wird und ein paar Monate lang mit Gerätereinigen nach Einsätzen in Feuerwehrhäusern beschäftigt werden. Vielleicht bekommt er dann einmal eine Ahnung davon, wofür andere einen großen Teil ihrer Freizeit opfern, um im Notfall gut gerüstet und einsatzbereit zu sein.

Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Samstag, 2. Juni 2012, Seite 9

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