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Unglaubliche Erklärung

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In der letzten Woche wurden die Feuerwehren aus Nastätten und Heidenrod zu einem vermeintlichen Verkehrsunfall auf der B260 alarmiert. Es stellte sich als böswilliger Alarm raus. Der Täter konnte, wie die Rhein-Zeitung heute berichtet, schnell gefasst werden.

Falschmeldung 70 Einsatzkräfte rücken aus

Nastätten. Weil ihm langweilig war, hat ein Mann aus der Verbandsgemeinde Nastätten einen schweren Unfall erfunden und die Rettungskräfte alarmiert. Wie die Polizei jetzt mitteilt, gingen gleich zwei Notrufe am späten Mittwochabend gegen 23.30 Uhr ein – der eine bei der Rettungsleitstelle in Montabaur, der andere bei der Polizei in St.

Goarshausen. Der Anrufer beschrieb, dass sich ein Verkehrsunfall auf der B 260 zwischen Holzhausen und Heidenrod-Kemel ereignet habe. Mindestens zwei bis drei Menschen seien schwer verletzt, zwei Fahrzeuge würden lichterloh brennen.

Die Polizei reagierte umgehend. Da die Unfallstelle nicht genau bezeichnet war, konnte sie sowohl in Hessen als auch in Rheinland-Pfalz liegen. Rund 70 Kräfte der Feuerwehren sowie der Rettungsdienste beiderseits der Landesgrenzen rückten aus. Doch trotz dieses Großaufgebotes konnte die Unfallstelle nicht ausgemacht werden. Laut Angaben der Polizei handelte es sich um eine Falschmeldung.

Ein Tatverdächtiger konnte bereits unmittelbar im Anschluss ermittelt und angetroffen werden. Entsprechende Beweise wurden sichergestellt, und während der Befragung äußerte der Mann, der der Polizei kein Unbekannter ist, auch den unglaublichen Grund für den Anruf. Für diesen Zeitvertreib erhält er nun neben einem Strafverfahren auch eine erhebliche Kostenforderung für den missbräuchlich ausgelösten Großeinsatz.

Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Montag, 21. Mai 2012
 

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