Auch für Android auf:
Android App

Objektübung bei Taghleef Industries

0

Übung bei der Fa. Taghleef Industries, Holzhausen

Am Samstag, 19. September ab 14 Uhr führten die Feuerwehren aus Holzhausen und aus Nastätten bei teils regnerischem, teils sonnigem Wetter, gemeinsam eine Übung auf dem Werksgelände der Firma Taghleef Industries in Holzhausen durch. Nachdem Taghleef ihre Lagerkapazität enorm erweitert hat, musste getestet und geübt werden, ob die planerischen Überlegungen auch in der Praxis umsetzbar sind.

Folgende Punkte galt es abzuarbeiten:

FF Holzhausen
• Erstangriff mit LF8/6, Wasserentnahme Hydrant
Test der von Taghleef beschafften Ausrüstung
(Hohlstrahlrohr mit Schaumvorsatz, insbes. des Class-A-Schaummittels)
• Aufbau einer weiteren Wasserversorgung ausgehend von Fa. Eaton Industries (Sprinkleranlage) mit SW2000Tr für Wenderohr und Standmonitor.

FF Nastätten
• Aufbau einer beidseitigen Riegelstellung mit
o Drehleiter (Wenderohr) (LF-KatS und DLK 18/12) und
o Standmonitor (LF 16/12).
o Test der Trockenleitung (durch die Halle auf die Gebäuderückseite)

Nachdem der Übungsablauf allen erläutert wurde, baute die Feuerwehr Holzhausen den Erstangriff mit Ihrem LF 8/6 auf. Die Wasserversorgung erfolgte über einen Unterflurhydranten.
Zeitgleich bekam der SW2000Tr den Auftrag die Wasserversorgung von der Fa. Eaton bis zur Einsatzstelle zu legen, um ein Wenderohr und einen Standmonitor mit jeweils 1 200 Liter Wasser pro Minute zu versorgen. Hierzu mussten 2-B-Schlauchleitungen parallel über knapp 500 m verlegt werden. Als Besonderheit muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Fa. Eaton die Wasserbevorratung (900m³) ihrer Sprinkleranlage für Einsatzfälle im Gewerbegebiet aufgrund einer Vereinbarung mit den VG-Werken zur Verfügung stellt. Als Wasserentnahme dient ein A-Festanschluss im Innenhof des Werkes, der über die Sprinklerpumpe gespeist wird. Mittels eigens für diesen Zweck beschafften Verteiler (A-BB) wurde das Wasser auf 2 B-Schlauchstrecken geleitet.

Für die Riegelstellung zeigte sich die Feuerwehr Nastätten verantwortlich. Eine der durch den SW verlegten Schlauchleitungen versorgte das LF16/12, welches dann als Einsatzstellenpumpe den Standmonitor betrieb. Die zweite Schlauchleitung wurde an eine Trockenleitung auf der Gebäudevorderseite angeschlossen. Diese fest eingebaute Leitung endet auf der Rückseite des Gebäudes und spart somit der Feuerwehr viel Zeit und Schlauchmaterial. Hier konnte nun das Wenderohr der Drehleiter über das LF-KatS versorgt werden. Messungen der VG-Werke mittels Durchflussmengen- und Druckmessgerät ergaben, dass eine Wassermenge von knapp 1000 Liter pro Minute und Leitung mit ausreichendem Druck gefördert wurde und somit genügend Wasser zur Verfügung stand.

Nach Ende dieser Tests, wurden die ca. 35 B-Schläuche wieder auf die Fahrzeuge verlastet, um später getrocknet zu werden.

Währenddessen konnten die neuen Ausrüstungsgegenstände getestet werden. Das Hohlstrahlrohr mit Schaumaufsatz, Zumischer, entsprechendem Zubehör und Class-A-Schaummittel war neu für die Kameraden aus Holzhausen. Schnell war man begeistert von der hohen Wurfweite und der guten Schaumqualität. Ebenfalls fiel sofort der geringe Verbrauch des Schaummittels auf.
Zur Erklärung: Das bei der Feuerwehr übliche Mehrbereichsschaummittel wird mit einer Rate von 3 % (der Wasserdurchflussmenge von 200 l/min = 6 l/min. Schaummittel) zugemischt. Das hier als Brandschutzauflage geforderte und somit für Einsätze zur Verfügung stehende Class-A-Schaummittel wird mit 0,5 % „smile“-Emoticon 1 l/min. Schaummittel) zugemischt.

Zum Abschluss haben sich alle Ihren Samstagnachmittagskuchen und –Kaffee redlich verdient und konnten gegen 17 Uhr den Heimweg antreten; Letzte Arbeiten in den Gerätehäusern zogen sich bis 18 Uhr hin.

Vielen Dank an Taghleef Industries für Kuchen und Getränke und die Möglichkeit auf ihrem Werksgelände zu üben. Vielen Dank aber auch an die Kaffeekocherinnen des Fördervereines der Feuerwehr Holzhausen. Besonderen Dank an die Eaton Industries, die uns auch in diesem Fall wieder als „Feuerwehrfreundlicher Betrieb“ (Auszeichnung des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein Lahn e.V.) darstellte und die Feuerwehr gewohnter Weise unterstützte.

Weitere Bilder:
http://goo.gl/photos/LrwU6fgrLD

Teilen.

Einen Kommentar schreiben

Ich akzeptiere