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Dachstuhlbrand mit Menschenrettung in Heringen-Hünfelden

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Heringen-Hünfelden (Hessen). Am Freitagabend um 19:06 Uhr wurden die Feuerwehren Heringen, Mensfelden, Nauheim sowie die Führungsgruppe von Hünfelden durch die Leitstelle Limburg-Weilburg zu einem Dachstuhlbrand F2Y nach Heringen alarmiert. Tobias Dörner (Wehrführer Heringen) hatte im Vorfeld eine größere Alarmübung geplant und vorbereitet.

Beim Eintreffen des Gemeindebrandinspektors der Gemeinde Hünfelden, konnte bereits eine starke Rauchentwicklung im Dachbereich der Turnhalle wahrgenommen werden. Durch die Erkundung wurde festgestellt, dass ein Dachdecker beim Verlegen von Dachbahnen durch eine Zwischendecke gestürzt war und sich schwer verletzt hatte. Bedingt durch den Absturz verlor er die Kontrolle über seinen Gasbrenner, wodurch es zur Brandausbreitung gekommen ist.

Nach dem Eintreffen der Feuerwehr Heringen wurden direkt die ersten Maßnahmen zur Menschenrettung unter Atemschutz eingeleitet. Anschließend wurden um 19:16 Uhr durch den Gemeindebrandinspektor die Feuerwehren Netzbach, Kaltenholzhausen sowie die Stützpunktfeuerwehr Hahnstätten mit den Einsatzstichwort F3 Dachstuhlbrand in Heringen nachalarmiert.

Der Einsatz wurde in drei Abschnitte aufgeteilt. So waren die Wehren Heringen und Nauheim für den Abschnitt Menschenrettung zuständig. Die Feuerwehr Mensfelden war für den Außenangriff der Einsatzstelle verantwortlich. Beim Eintreffen der Feuerwehr Hahnstätten wurde die DLK 23/12 in Stellung gebracht und die Brandbekämpfung über das Wenderohr vorgenommen. Sie arbeiteten dabei gemeinsam einem Abschnitt. Die Einheiten Kaltenholzhausen, Netzbach sowie Kräfte aus Mensfelden bauten die Wasserversorgung mit einer Förderstrecke von 400 Meter auf. Das notwendige Wasser wurde einer Zisterne (90.000 Liter) in der Ortsmitte von Heringen entnommen.

Um 20:06 Uhr konnte die Übung beendet werden und zurückgebaut werden. Im Anschluss hatte die Feuerwehr Heringen zum gemütlichen Teil in das Feuerwehrgerätehaus eingeladen. Gemeindebrandinspektor Mario Bauer und der stv. Wehrleiter der Verbandsgemeinde Hahnstätten Johannes Mack ließen die Übung noch einmal Revue passieren und lobten die gute Zusammenarbeit sowie den gesamten Übungsverlauf. Insgesamt nahmen an der Übung 65 Feuerwehrangerhörige teil.

Schon bei einer gemeinsamen Funkübung im Sommer wurde das Umstellen auf die entsprechenden Einsatzgruppen intensiv geübt um für den Einsatzfall vorzubeugen. Des Weiteren werden die Feuerwehren Hünfelden und Hahnstätten demnächst ihre Alarm – und Ausrückeordnung (AAO) anpassen, sodass in Zukunft bei entsprechenden Stichwörtern länderübergreifen gearbeitet werden kann.

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