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Bootsausbildung bei Nacht (am 27.03.2015)

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St. Goarshausen. Dass Rettungseinsätze auch bei Dunkelheit notwendig sind, ist spätestens seit der Havarie des TMS Waldhof bekannt. Um die Bootsbesatzungen der Stützpunktfeuerwehr Sankt Goarshausen weiter zu schulen, wurde von der Wehrführung eine äußerst anspruchsvolle Weiterbildung unter dem Titel „Fahren bei Nacht in der Gebirgsstrecke“ angesetzt. Neben den beiden Rettungsbooten wurde auch die Feuerwehrmehrzweckfähre RPL9, welche gleichzeitig als „Mutterschiff“ diente, eingesetzt.

Bevor es losging, stand für alle Teilnehmer noch eine kurze Sicherheitsunterweisung auf dem Programm.

Nach Einbruch der Dunkelheit ging es dann in den nautisch anspruchsvollen Streckenabschnitt zwischen St. Goarshausen und Oberwesel. Hier war die volle Aufmerksamkeit der Bootsbesatzungen gefragt.

Während die Schiffsführer von RPL9 mittels der Radaranlage navigieren konnten, mussten sich die Besatzungen der Rettungsboote auf ihre Augen verlassen.

Was bei Tageslicht so einfach erscheint wird bei vollkommener Dunkelheit zur Herausforderung. Wo war nochmal die Tonne? Können wir hier wirklich ans Ufer fahren? Sieht uns der Talfahrer auch im Radar? Dies waren Fragen die sich die Kameraden in den Rettungsbooten stellten.

Neben den nautischen Kenntnissen wurde während der Übung besonderer Wert auf die ständige Kommunikation mittels Digitalfunk und Rheinfunk untereinander sowie auch mit der Revierzentrale Oberwesel gelegt.

Nachdem der Streckenabschnitt in der Berg- und Talfahrt sowie einige Manöver absolviert und die Einsatzbereitschaft aller Boote wieder hergestellt waren, tauschte man bei einem kleinen Imbiss im Anschluss an die Übung, die reichhaltigen Erfahrungen in Form einer kurzen Nachbesprechung aus.

Text: Ralf Reckermann / Foto: FF St. Goarshausen – www.florian-loreley.de

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1 Kommentar

  1. Stefan Jurgahn

    Daumen hoch, dass hier weiter skills trainiert werden. Solche Übungen sollten zum Standard gehören, wenn man Gewässer in seinem Ausrückbereich hat, bei denen man zur Hilfeleistung herangezogen werden könnte. Besonders gut gefällt mir auch die ausdrückliche Berücksichtigung der Sicherheit und es sich endlich durchsetzt, dass sich Helme und Rettungswesten nicht vertragen, wie man auf dem Foto schön sehen kann.

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