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CLP und Feuerwehr: CLP.. Hä?

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Unabhängig davon, ob man eine derartige Kennzeichnung nun für sinnvoll oder erforderlich hält oder nicht, aber:

Durch die europäische Umsetzung des Globally Harmonized System (GHS) mit der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008, genannt CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging) müssen auch die Behältnisse zur Aufnahme von Atemluft unter Druck (verdichtete Luft) gekennzeichnet werden, wenn Sie in Verkehr gebracht bzw. an Andere abgegeben werden.

Dieses führte zwangsläufig zu Unsicherheiten bei den Feuerwehren, welche durch das Referat 8 des vfdb nach Absprache mit BAUA Dortmund unter verlinkten Dokument geklärt wurde.

Wenn die Atemluftflasche ausschließlich im Bereich einer Feuerwehr verbleibt und dort befüllt und entleert wird, dann ist eine Kennzeichnung nach CLP-Verordnung nicht erforderlich. In diesem Fall ist aus chemikalienrechtlicher Sicht ausschließlich die innerbetriebliche Kennzeichnung nach TRGS 201 erforderlich. Diese besteht aus der Benennung des Inhaltsstoffes „Atemluft“ und dem Piktogramm GHS 04 …

Dies dürfte bei den meisten Behältnissen bereits der Fall sein. Anders ist zu verfahren wenn „fremdgefüllt“ wird, dazu mehr Details im Dokument des vfdb, welches  hier heruntergeladen werden kann.

Aber Achtung und Augen auf beim Labelkauf: Beim Anbringen von Label auf Druckluftflaschen ist zu beachten, dass die Eigenschaften des Labels keine Gefährdung für die Druckluftflasche mit sich bringen dürfen. So dürfen sie z. B. nicht brennbar sein und bei CFK-Druckluftflaschen dürfen die Kleber des Labels nicht die Bestandteile des Flaschenmaterials oder die Festigkeit der Flasche gefährden. Ggf. ist deshalb vor dem Anbringen der Hersteller der Flasche zu befragen.
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