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Alleine keine Chance und Ehrenamt ist nicht gleich Ehrenamt

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Nastätten. Die Vorstellung einzelner Feuerwehren, sie könnten noch heute ohne Unterstützung anderer Einheiten ihre im Einsatzgeschehen gestellten Herausforderungen bewältigen, ist eine Vorstellung ewig gestriger. Schwindende Mitgliederzahlen, immer mehr Pendler und stetig wachsende Anforderungen der zu bedienenden Technik erfordern ein neues Wir-Gefühl über die Grenze der eigenen Einheit hinaus.

Ganz in diesem Sinne trafen sich am vergangenen Freitag, den 18.04.2016 die zwei Stützpunkt-Feuerwehren aus Nastätten und Miehlen für eine gemeinsame Übung. Das Szenario: Ein Verkehrsunfall zwischen einem Schulbus und zwei PKW mit mehreren leicht bis schwerverletzten Personen. So waren mehr als 70 Einsatzkräfte bereit ca. 3 Stunden ihrer Freizeit damit zu verbringen, bereits geschulte Abläufe zu vertiefen und die Handhabung der durch die Verbandsgemeinde bereitzustellenden Ausrüstung zu optimieren. Es zeigte sich, dass man mit den in der Vergangenheit gemeinschaftlich erarbeiteten Einsatzgrundsätzen im Bereich Technische Unfallhilfe und der sich ergänzenden Ausrüstung der beiden Einheiten auf einem guten Weg ist.

Auch zwei PKW`s waren in den Unfall verwickelt Foto: Freiw. Feuerwehr Nastätten

Auch zwei PKW`s waren in den Unfall verwickelt – Foto: Freiw. Feuerwehr Nastätten

Im Anschluss in gemütlicher Runde zeigte sich jedoch auch, dass sich das „Hobby“ Feuerwehr wesentlich von anderen ehrenamtlichen Freizeitaktivitäten unterscheidet. So sind es meist die Erinnerungen an Verkehrsunfälle, die nicht jede gemütliche Runde fröhlich enden lassen. Immer wieder dient das gemütliche Beisammensein auch der Verarbeitung von psychisch belastenden Einsätzen. Genau diese psychischen Belastungen sind ein Teil des Unterschieds zu anderen Ehrenämtern. Ein Grund dafür, warum viele Mitglieder der größten Abteilung der Verbandsgemeindeverwaltung Nastätten, nämlich die Einsatzkräfte der Feuerwehr, eine der letzten Entscheidung einzelner Fraktionen des Verbandsgemeinderates nicht nachvollziehen können. Die Fraktionen lehnten die Ausgabe von Freikarten der Schwimmbäder Nastätten und Holzhausen an die ehrenamtlichen Einsatzkräften von Feuerwehr und DRK mit der Begründung der Ungleichbehandlung anderer im Ehrenamt tätigen zunächst ab. Der Unmut über diese Begründung war auch an diesem Abend deutlich zu spüren. Ehrenamt ist nicht gleich Ehrenamt! In diesem Sinne beginnen die Einheiten Nastätten und Miehlen bereits jetzt mit der Planung weiterer gemeinsamer Übungsabende.

eine Vielzahl der Geräte zur technischen Hilfeleistung kam zum Einsatz - Foto: Freiw. Feuerwehr Nastätten

eine Vielzahl der Geräte zur technischen Hilfeleistung kam zum Einsatz – Foto: Freiw. Feuerwehr Nastätten

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  1. Pingback: Wirbel um Wertschätzung der Feuerwehrangehörigen in der VG Nastätten - rheinlahn.de

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